Heimatverein im Jahr 2023

     
  Neujahrsgespräch im Heimatmuseum 08. Jan 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 05. Feb 2023
  Spatengruppe 01. Mär 2023
  Handarbeitsausstellung im Heimatmuseum 04. & 05. Mär 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 02. Apr 2023
  Spatengruppe 05. Apr 2023
  Spatengruppe 03. Mai 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 07. Mai 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 04. Jun 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 02. Jul 2023
  Spatengruppe 07. Jun 2023
  Sommerlichen Abendmusik im Amtspark 19:00 Uhr 04. Jul 2023
  Spatengruppe 05. Jul 2023
  Wanderung zur Weissenwasserkirche bei Kalefeld  30. Jul 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 06. Aug 2023
  Mitgliederversammlung im Landhaus 30. Aug 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 03. Sep 2023
  Spatengruppe 06. Sep 2023
  Spatengruppe Jahrmarktsvorbereitung 27. Sep 2023
  291. Greener Jahrmarkt 29. Sep - 01. Okt 2023
  Sonderführung am Römer - Schlachtfeld Harzhorn 08. Okt 2023
  Greenania Kunstaustellung im Heimatmuseum 04. - 05. Nov 2023
  Spatengruppe 01. Nov 2023
  Schlachteessen im Heimatmuseum 18. Nov 2023
  Museums-Kaffee und Museumsführungen von 14 bis 17 Uhr 03. Dez 2023

Greenania Kunstaustellung im Heimatmuseum

Fand am 4. und 5 . November im Museum am Domänenhof statt, war reichhaltig ausgestattet und gut besucht. 15Aussteller/innen stellten ihre Kunstwerke aus. Neben Brunsen, Göttingen, Kohnsen, Salzderhelden, Drüber, Einbeck und Kreiensen war diesmal eine beträchtliche Anzahl von Ausstellenden aus Greene selbstvertreten. Acrylbilder, Holzarbeiten, Drahtfiguren, kreative Steinmalereien, Advents- und Weihnachtsdekorationen fanden dankbare Käufer. Unverkäuflich dagegen: ein beeindruckendes Schiffsmodell: 2,5 Meter lang, zusammengebaut aus 300.000 Streichhölzern, Bauzeit ca.3Jahre.

 Außerdem lud eine Mitmachstation zur Herstellung von Schmucknamenszügen aus edlem Draht ein. Die langjährigen Organisatorinnen der Ausstellung, Birgit Langheim und Ulrike Regenhardt, haben im Vorfeld vieles koordiniert und den Aufbau und die Durchführung souverän gemeistert.

Der Heimatverein Greene zeichnete als Gastgeber für die Bewirtung verantwortlich. Zu diesem Anlass wurden Kaffee- und Kuchenverkauf in das Obergeschoss des Museums verlegt. Ein besonderes Ambiente für alle, die sich beim Besuch der zahlreichen Stände stärken mochten. Dafür hatten Heimatvereinsmitglieder 19 leckere Kuchen gebacken.

Allen Ausstellenden und dem fleißigen Kaffeehausteam sei gedankt für das starke Engagement und zugleich die Hoffnung ausgedrückt, dass sich alle am ersten Novemberwochenende im nächsten Jahr wieder zu dieser besonderen Veranstaltung im Greener Museum zusammenfinden.

Neujahrsgespräch im Heimatmusem 08. Januar 2023

1. Vors. Thomas Krüger und Stadtarchäologen Markus Wehmer
1. Vors. Thomas Krüger und Stadtarchäologen Markus Wehmer

Vorsitzender Thomas Krüger vom Heimatverein Greene konnte gut 60 Interessierte und Mitglieder des Heimatvereins zum Neujahrsgespräch im Heimatmuseum willkommen heißen. Nach dem Vortrag des Stadtarchäologen Markus Wehmer aus Einbeck gab es Sekt, Orangesaft und Glühwein sowie eine große Auswahl „Handgebäck“. Die Gäste ließen es sich munden und es wurde anschließend lebhaft diskutiert. Der Archäologe vermittelte unter Einsatz eines Beamers viel Geschichtshintergrund über die einstmalige Burgenlandschaft in und um Greene.

 

Zunächst ging Wehmer auf die heutige Burgruine Greene ein, die seit 1300 als Burganlage der Homburger Edelherren belegt ist. 2019 gab es eine kleine Grabung auf dem Gelände der einstigen Vorburg, die jedoch wenig Aussagekräftig war, wie der Vortragende zu verstehen gab. Neben viel Steinschrott zur Auffüllung einer Grube konnte ein kurzes Ende eines Stein-fundaments einer Hausfront – nach historischen Unterlagen die des einstigen Amtshauses auf dem Burgareal – frei gelegt werden. Daneben gab es einige Scherbenreste und Knochenteile aus dem 18. Jh. Bereits 1704 wurde die Burg bekanntlich aufgegeben und war danach dem Verfall Preis gegeben beziehungsweise es wurden in großem Stil Kalksteine der früheren Wohnbereiche für die Domänengebäude in der Ortslage wieder verwandt.

 

Sehr aufschlussreich war die Dokumentation des Burgareals mit seinem Umfeld auf der Grundlage eines „Airborne Laserscanning-Verfahrens“. Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege in Hannover hatte bereits 2016 alle ehemaligen Burganlagen in Niedersachsen in dieser Weise erfasst. Der Archäologe erläuterte Einzelheiten dieses Verfahrens anhand der Ergebnisse für die Greener Burg, die durch die Beamerübertragung für alle Teilnehmer sichtbar wurde.

 

Stadtarchäologen Markus Wehmer
Stadtarchäologen Markus Wehmer

Beim Airborne Laser Scanning ist die Scanneinheit an einem Flugzeug oder Helikopter angebracht. Mittels Laserstrahl wird die Erdoberfläche „abgetastet“. Besonders geeignet ist diese Vorgehensweise für archäologische Auswertungen. Die Materialien-Sammlung steht aber nur den Fachbehörden zur Auswertung zur Verfügung. Der Redner machte so auch auf die umfangreichen Bodenbewegungen für die Herstellung des Burggrabens aufmerksam und konnte darstellen, wo diese Materialien im Umfeld der Burg abgelagert wurden. Sehr aufschlussreich zeigte sich die umfangreiche Mauerbeschaffenheit der einstigen Gebäude-Außenwandflächen. Es wird insoweit eine hohe geometrische Genauigkeit für die Erstellung von digitalen Höhenmodellen erreicht, was in vielen Fachgebieten Anwendung findet, so die Aussagen des Archäologen.

 

Er beleuchtete sodann die Verleihung des Greener Burgbanns im Jahr 980 durch Kaiser Otto II. zugunsten des Gandersheimer Frauenstifts. Es wurde Bezug genommen auf die einstige Hüburg in der heutigen Gemarkung Ippensen, die in der Zeitspanne des 10. bis 12. Jh. für die Bannverleihung als mutmaßliche Burganlage in Frage kam. Dazu wurden die Ausgrabungs-ergebnisse des Kreisarchäologen Dr. Klaus Grote, Göttingen von 1986 herausgestellt, wie sie auch im Heimatmuseum dokumentiert sind. Auch diese frühere Burganlage ist durch das Airborne Laserscanning-Verfahren erfasst und bestätigt die Ergebnisse der verschiedenen Ausgrabungsbefunde.

 

Er beleuchtete sodann die Verleihung des Greener Burgbanns im Jahr 980 durch Kaiser Otto II. zugunsten des Gandersheimer Frauenstifts. Es wurde Bezug genommen auf die einstige Hüburg in der heutigen Gemarkung Ippensen, die in der Zeitspanne des 10. bis 12. Jh. für die Bannverleihung als mutmaßliche Burganlage in Frage kam. Dazu wurden die Ausgrabungs-ergebnisse des Kreisarchäologen Dr. Klaus Grote, Göttingen von 1986 herausgestellt, wie sie auch im Heimatmuseum dokumentiert sind. Auch diese frühere Burganlage ist durch das Airborne Laserscanning-Verfahren erfasst und bestätigt die Ergebnisse der verschiedenen Ausgrabungsbefunde.

 

Aber das Airborne Laserergebnis brachte noch eine mögliche weitere Burganlage im Greener Umfeld ins Gespräch, die auch nach vorläufigen Abschätzungen in die Zeit zwischen dem 10. bis 12. Jh. zu datieren ist. Im ersten Luhberg-Bereich im Umfeld des einstigen Schützenhauses zeigt die Laser Scannung ebenfalls mauerartige Fundamente in abgerundeter Formation, die eine befestigte Anlage verdeutlicht. Es könnte sich um eine sehr einfache Burganlage gehandelt haben, unterstrich der Stadtarchäologe. Im Umfeld konnten jedoch zunächst keine burgtypischen Artefakte ausfindig gemacht werden. Eindeutige Ergebnisse lassen sich jedoch nur durch eine Grabung an Ort und Stelle belegen. Aufgrund der Auswertung des digitalen Höhenmodells durch den Fachmann ist die Existenz einer dritten Burganlage nicht mehr ganz von der Hand zu weisen. Mal abwarten, ob in ferner Zukunft Grabungsmittel hierfür bereit- gestellt werden.

32. Handarbeitsausstellung 04. und 05. März 2023

Die 32. Handarbeitsausstellung während der Wochenendtage im Greener Heimatmuseum fand viel Zuspruch interessierter Besucher aus Nah und Fern. Nach zweijähriger Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie beteiligten sich jetzt zwölf Aussteller/innen mit ihren selbst gefertigten Werken. Die Aktiven kamen aus Einbeck und den Stadtteilen Salzderhelden, Drüber und Greene; ferner aus Echte, Sebexen und Oldershausen sowie Windhausen und je eine Ausstellerin aus den Städten Göttingen und Northeim.

 

Beliebte Ausstellungsobjekte konzentrierten sich auf Babykleidung, Puppen und Kinderspielzeug, Taschen, Schals und viele Strickwarenartikel sowie Kissen, Schmuck-Armbänder und Ketten und auch Patchwork-Arbeiten wurden dargeboten. Ferner waren Fensterbilder und Osterdekorationen im Angebot. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

 

Das Museums-Kaffee fand regen Zuspruch. Viele Interessierte nutzten auch einen Besuch im Heimatmuseum, wo eine fachkundige Führung angeboten wurde. Erstmals bestand auch die Möglichkeit einer selbst zu betätigenden Bildschirmpräsentation über ein Filmwerk zur geschichtlichen Darstellung der Greener Burg.

 

Eberhard Völkel zum Ehrenmitglied ernannt

Am 1. April erhielt Eberhard Völkel nicht nur Geburtstagsglückwünsche zahlreicher Greener Vereine zu seinem 90. Geburtstag und sein vielfältiges Wirken in verantwortlicher Stellung. Seit Bestehen des Heimatvereins Greene vor 45 Jahren ist er auch dort Mitglied und führte zahlreiche Ehrenämter aus. Vorsitzender Thomas Krüger überreichte ihm die Urkunde zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft im Heimatverein und dankte ihm für sein ehrenamtliches Engagement.

 

Vor 77 Jahren erreichte die Familie als Heimatvertriebene aus Schlesien kommend die Ortschaft Greene und wurde hier schließlich heimisch. Von den vier Brüdern blieben zwei in Greene und bereicherten in vielfältiger Weise das hiesige Vereinsleben.

 

In drei Vereine hat sich der Jubilar besonders arrangiert. Die sportliche Betätigung hat er schon in jungen Jahren aktiviert und in den verschiedenen Sportvereinen im Flecken Greene die Mitgliedschaften gepflegt. Dazu gehört auch die Mitbegründung des Hallenbad-Vereins Greene – auch verbunden mit aktiver Bestätigung.

 

 

 

Im Sport-Club Greene übernahm er von 1989 bis 2000 das Amt des Vorsitzenden. Im Jahr 2004 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Auszeichnungen gab es mit der Verleihung der Silbernen Ehrennadel des Landessportbundes und mit dem Zukunftspreis der CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Northeim. Im Hallenbadverein wirkte er als stellvertretender Vorsitzender bis zum Jahr 2022.

 

Auch im Heimatverein Greene übernahm er für sechs Jahre die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden. Danach wirkte er als Beisitzer im Vorstand mit; übernahm die Leitung der Umgebungspflege und stand dem Literaturkreis des Heimatvereins vor. Danach setzte er sich aktiv für die Umgestaltung der Ausstellungsräume im Heimatmuseum Greene ein und als kompetenter Tischlermeister konnten für viele Museums-Exponate neue Vitrinen-Behältnisse geschaffen werden. Überdies steht er für Führungen im Museum und als fachkundiger Ansprechpartner weiterhin zur Verfügung.

 

Eine besondere Leidenschaft ist ihm noch zuzuschreiben. Am ersten Bildband des Heimatvereins Ende der 1980-er Jahre mit einer Bilddokumentation „Greene damals und heute“ war er hauptverantwortlich beteiligt. Darüber hinaus war er auch Mitherausgeber der Chronik „100 Jahre SC Greene“. Schließlich verfasste er selbst ein Buch über die familiären Verhältnisse von früher und das spätere Zusammenleben im nunmehrigen Heimatort. Besonders verdient gemacht hat er sich auch bei der Zusammenstellung des Druckwerkes „Urkunden der Wirklichkeit“ über das Lebenswerk der Greener Kunstmalerin Clara Stromberg, dass der Heimatverein vor drei Jahren verlegt hat. Und auch bei der jetzt anstehenden Bucherstellung über eine Bestandsaufnahme landschaftlicher Kulturgüter im Ortsbereich des Fleckens Greene wirkt er an vorderster Front mit.

 

Aber auch eine kommunalpolitische Tätigkeitsperiode zählte zu Eberhard Völkels Aktivposten. Als parteiloser Mandatsträger wirkte er von 1981 bis 2001 im Ortsrat Flecken Greene, davon die letzten zwölf Jahre als Ortsbürgermeister.

 

Diese vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten des Genannten sind letztlich auch noch höheren Stellen offenkundig gemacht worden. Im Jahr 2012 ist ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Die Übergabe erfolgte durch den damaligen Kreisrat Dr. Heuer, der das ehrenamtliche Engagement von Eberhard Völkel für seine heutige Heimatgemeinde besonders herausstellte.

 

Nach so vielen positiven Verlautbarungen hat sich auch der Heimatverein mit einer besonderen Ehrung angeschlossen. Bisher ist nur vier Mitgliedern des Vereins die Ehrenmitgliedschaft verliehen worden.

 

Vorsitzender Thomas Krüger überbrachte die Glückwünsche des Vereins und verband das mit einem Dankeschön nebst Urkunde für den jahrelangen Einsatz in der Ortsheimatpflege und den vielfältigen weiteren Aktivitätsfeldern des Heimatvereins, die allesamt durch dieses ehrenamtliches Engagement des Jubilars zu Stande gekommen sind.

 

Spatengruppe in Greene hatte Glück

Am Morgen noch heftige Regengüsse . Höchst ungemütliche Aussichten. Und dann waren alle diese Beeinträchtigungen kurz nach 9 Uhr vorüber .Also konnte der Julieinsatz der Spatengruppe doch noch durchgeführt werden. Es gab Einiges zu tun. Durch die Witterung der letzten Wochen schnell zugewachsene Beete und Pflasterflächen sollten von unerwünschtem Grün befreit werden. Das geschah den gesamten Steinweg hinauf bis zu den Bänken am Raiffeisenplatz .Weitere Mitglieder nahmen sich der Ilsenruhe , des an der Bahn gelegenen südlichen Aufgangs zur Burg, an. Dessen gesamte Breite konnte wieder freigelegt werden.

Höhepunkt dieses Einsatzes war gewiss das von Elisabeth Bald bereitgestellte opulente Frühstücksbuffet. Ihr Unterstützungsbeitrag: schmackhaft belegte Brötchenhälften , fein dekoriert in stattlicher Menge. Sie fanden dankbare Abnehmer.

Bei der Verzehrpause sind weitere Aufgaben wie die Gestaltung der Informationstafel an der B 64 durch das Einbeck - Marketing , Boule Termine und das erste Reparatur Cafe im Museum am 3. September besprochen worden.

Verabredungsgemäß pausiert die Spatengruppe während der Sommerferien.

Möglicherweise werden kleine Spontangruppen auch während dieser Zeit Arbeiten durchführen.

 

Das nächste reguläre Treffen findet dann wieder am Mittwoch , den 6. September um 9 Uhr statt. Neu dazu kommende Hände : immer willkommen . Einfach unter 05563 - 5706 Bescheid geben .

 

Sommerlichen Abendmusik im Amtspark

Zum wiederholten Male hatte der Heimatverein Greene den Posaunenchor der Stiftskirche Bad Gandersheim eingeladen. Und doch gab es einige Veränderungen zu verzeichnen: als Aufführungsort ist in diesem Jahr - wegen der Sanierung des Burgareales - erstmals der Amtspark gewählt worden.

Auch bei der Leitung des Ensembles fand zwischenzeitlich ein Wechsel statt. In der Nachfolge von Katharina Mazurek-Swidereck erhob zum ersten Mal Sabine Jörn den Dirigentenstab bzw. die Dirigentinnenhand. Und: statt alle zwei Jahre fand das sehr gut besuchte Konzert nach nur einem Jahr Abstand statt.

Und Alles fügte sich trefflich zusammen.Neben dem 15 köpfigen Ensemble wurden vom Vorsitzenden des Heimatvereines über 150 Zuhörende aufs herzlichste willkommen geheißen, besonders die Gäste aus den umliegenden Ortschaften wie Ahlshausen, Oppemausen, Erzhausen, Kreiensen und Bad Gandersheim.

Mitbläser und Vorstandsmitglied im Heimatverein Gottfried Ostermeier führte informativ und eloquent durch das Programm. Neben für einen kirchlichen Bläserchor vielleicht erwartbaren Stücken wurden auch überraschende Titel zu Gehör gebracht: Mein kleiner grüner Kaktus, Probier's mal mit Gemütlichkeit, raindrops keep falling on my head und what a wonderfull world. Wie bei vorangehenden Konzerten bildete den Abschluss das bekannte Matthias Claudius Lied: der Mond ist aufgegangen, dem der Moderator in seiner Einführung noch einige launige Aspekte hinzufügte.

Das dies alles nur ein letzter Probentermin vor den Sommerferien gewesen sein sollte, das fand der Vorsitzende des Heimatvereines doch ein wenig zu tief gestapelt und ließ durchblicken, dass die nächste sommerliche Abendmusik wegen des guten Zuspruchs wieder im Amtspark stattfinden könnte. Wer sich den Termin bereits vormerken mächte: Dienstag, 18. Juni 2024 (wird auch noch im Greener Veranstaltungskalender 2024 veröffentlicht).

Das Beköstigungsteam am Bratwurst- und Getränkestand hatte vor und nach den Musikdarbietungen allerhand zu tun. Ihm sei auch an dieser Stelle gedankt!

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Nette Menschen wiedertreffen oder neu kennen lernen, das kann man auch nach so einem Bläserkonzert: an jedem ersten Sonntag eines Monats von 14 - 17 Uhr. Dann haben Museumscafe und - räume in Greene ihre Türen geöffnet. Wetter unabhängig, gut erreichbar - weil ebenerdig , Parkplätze in unmittelbarer Nähe - und mit etlichen selbstgebackenen Kuchen im Angebot. Nächster Termin dafür ist Sonntag, 6. August 2023.

 

Mitgliederversammlung im Landhaus am 30.08.2023

Zur diesjährigen Hauptversammlung des Heimatvereins Greene fanden sich die Mitglieder im Landhaus Greene ein. Neben den Regularien nebst Ehrungen und dem Bericht über die Vereinsarbeiten kam es auch zur Neuwahl des Gesamtvorstandes sowie der Kassenprüfer für die nächsten drei Jahre. Vorsitzender Thomas Krüger zeigte sich erfreut über die die große Beteiligung aus dem Mitgliederkreis.

Zur Eröffnung brachte das Akkordeon-Orchester mehrere Stücke zu Gehör, wofür ihm mit reichlich Beifall gedankt wurde. Eingangs wurde den sechs verstorbenen Mitgliedern gedacht. Stellvertretend sei vermerkt, dass sich darunter auch die amtierende Schatzmeisterin Renate Kiene befand, wie der Vorsitzende besonders herausstellte. Dem Verein gehören derzeit 168 Mitglieder an, davon zwei Ehrenmitglieder.

Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte der Vorstand die Mitglieder Arne Splittgerber, Werner Karge und Thomas Krüger mit der Überreichung einer Ehrenurkunde.

Anschließend wurde über die Vereinsarbeit ausführlich Bericht erstattet von den jeweiligen Gruppen-Verantwortlichen. Für das Akkordeon-Orchester referierte Sonja Tonn, über die Gymnastikgruppe berichtete Karola Freckmann und Frank Lormis über die Betreuung der Homepage. Rosemarie Jacob gab Einblicke in den Umfang der Trauungen im Museum seit dem Jahr 2010. Inzwischen kann von einer festen Größe der standesamtlichen Aktionen im hiesigen Museumsbereich gesprochen werden. Im September stehen noch zwei Trauungen an. Heike Bormann leitet seit Anfang dieses Jahres das Museums-Kaffee, das inzwischen 20 Mitarbeiter zählt und verweist auf eine positive Entwicklung der monatlichen Kaffeerunde. Auch auf die verantwortungsvolle Tätigkeit der Spaten-Gruppe wurde durch den Vorsitzenden Thomas Krüger hingewiesen. Er erinnerte an die voll besetzten Räumlich-keiten anlässlich des Neujahrsgesprächs zum Vortrag des Archäologen Markus Wehmer von der Stadt Einbeck. Auch fand er Worte zur Ausgestaltung eines Versorgungszentrums im Bereich der Alten Domäne in Greene, dass mit massiver Unterstützung des Ortsrates und der Stadt Einbeck forciert wird. Die Planungen für den Jahreskalender 2024 sind abgeschlossen, sodass er rechtzeitig zum Jahresende angeboten werden kann. Auch findet Anfang November wieder eine „Greenania-Ausstellung“ in den Räumen des Heimatmuseums statt. Schließlich stellte er die große Spendenbereitschaft für den angedachten Buchdruck über die Fortschreibung der Greener Geschichte heraus.

Dazu erstattete der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Sander einen umfassenden Bericht über den Buchumfang mit rund 380 Seiten und circa 400 Bildwerken. In 104 Einzelbeiträgen sind detaillierte geschichtliche Gegebenheiten zusammen getragen worden, zu dem fünf Vereinsmitglieder beigetragen haben. Inzwischen ist der Druckauftrag für zunächst 250 Exemplare erteilt worden und die Vereins-führung rechnet mit einer Auslieferung des Buches noch für Anfang Dezember dieses Jahres. Der Verkaufspreis wird bei 25 EURO liegen. Von einigen Teilnehmern aus der Versammlung wurden schon Erwerbsabsichten kundgetan.

Der Vortragende stellte unter anderem heraus, dass in absehbarer Zeit durch spezielle Informationen und Presseverlautbarungen auf das Werk aufmerksam gemacht werden wird. Im Rahmen der Manuskripterarbeitung konnten zahlreiche geschichtsträchtige Einzelmaßnahmen abgeklärt werden. Dieses findet auch Niederschlag in der ausführlichen Fotodokumentation, die sich somit von den bisherigen Schriftwerken über Greene auffällig unterscheiden wird.

Anstelle der verstorbenen Schatzmeisterin Renate Kiene erstattete Jürgen Sander den Kassenbericht für das Jahr 2022. Dieter Sackmann als Vertreter der Kassenprüfer attestierte die Vollständigkeit und Richtigkeit der Kassenergebnisse und auf seinen Antrag hin wurde dem Gesamtvorstand einstimmig Entlastung erteilt. Als neue Kassenprüfer für die Dauer der nächsten Wahlperiode der Vereinsführung wurden gewählt Klaus Reiner Schütte, Ernst Schulte und Kerstin Steil.

Der vom Vorstand zum Wahlleiter vorgeschlagene Eberhard Völkel leitete anschließend die Neuwahlen zum Vorstand für die nächsten drei Jahre. Jeweils einstimmig wurden gewählt Thomas Krüger als Vorsitzender und zu seinem Stellvertreter Gottfried Ostermeier, Schriftführerin blieb Christl Wiegmann, neuer Schatzmeister wurde Frank-Joachim Lormis. Die drei Beisitzer Funktionen nehmen wahr Dr. Franziska Heidrich-Wilhelms, Gudrun Schall und Jürgen Sander.

Klaus Reiner Schütte als stellvertretender Ortsbürgermeister stellte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit beider Institutionen heraus und sprach die Hoffnung aus, dass auch der neue Vorstand dies in bewährter Manier fortführen möge. Dazu zählte er auch den Arbeitseinsatz der im vorigen Jahr neu geschaffenen Spaten-Gruppe, die auf eine spezielle Initiative des Heimatvereins und des Ortsrates zurückgeht. Der Ortsratsvertreter verwies auf verschiedene Fördermaßnahmen durch die Stadt Einbeck im Flecken Greene. Derzeit aktuell ist noch die Sanierung der Burg-Umfassungsmauer, die nach den Worten von Klaus Reiner Schütte einen erheblich größeren Arbeitsaufwand erfordert. Es wird erwartet, dass die Arbeiten zeitgerecht bis zum Jahresende abgeschlossen werden können.

Vorstand nach der Wahl am 30. Aug.2023
Vorstand nach der Wahl am 30. Aug.2023

Winterpause bei der Spatengruppe

Beim letzten Arbeitseinsatz am 1. November konnte die Neubepflanzung von Verkehrsinseln realisiert werden (siehe Foto). Und mit diesem Abschluss konnte die rührige Gruppe zugleich auf ein erfolgreiches - und unfallfreies – Jahr zurückblicken.

 

Von ihr wurden in der zurückliegenden Saison 340 Stunden für Arbeiten im Amtspark, an Grüninseln , dem Sauberhalten von Wegen und der Pflege von Ruhebänken geleistet . Angenehmer und erhoffter Nebeneffekt: durch dieses ehrenamtliche Engagement unter der Schirmherrschaft des Heimatvereins kann der Oftsrat des Flecken Greene freiwerdende Mittel anderen dringlichen Aufgaben und Anschaffungen zuwenden .

 

Sehr erfreulich war auch, dass mehrmals Geschäftsleute die Kosten für das jeweilige Frühstück übernommen haben. In einem Monat ist durch eine Mitbürgerin für hervorragende Stärkung gesorgt worden. Auch an diesen Stelle nochmals Dank dafür.

 

Voll motiviert und hoffentlich auch ein wenig erholt wird die Spatengruppe im März 2024 ihre Arbeiten fortführen. Wie immer : am ersten Mittwochvormittag eines Monats.

Wer dann dazukommen mochte, ist sehr willkommen und kann sich gerne vorher bei Th. Krüger ( Tel. 05563 - 5706 ) informieren.

 

Nachruf Alfred Malik

Heimatkünstler ALFRED MALIK (1921 – 2022)

 

Ein begnadetes Maler-Talent ist von uns gegangen. Kurz vor Vollendung seines 101. Lebensjahres ist Alfred Malik friedlich eingeschlafen. Die Erschaffung von Ölgemälden der unterschiedlichsten Kategorien, die Aquarellmalerei und auch großflächige Wandbemalungen waren zu seinem Hobby geworden. Noch während seiner aktiven Zeit im Malereibetrieb SAAL im Flecken Greene widmete er sich in seiner Freizeit seiner Malleidenschaft. Fast alle markanten Bauwerke und besondere  Ereignisse in der näheren Umgebung seines Wohnortes Kreiensen brachte er in aussagekräftigen Mal-Werken zu Papier. Die wenigsten blieben bei ihm. Eine große Zahl seiner Werke vermachte er auch öffentlichen Einrichtungen und vielen Privatpersonen.

Mit der Gründung des Heimatvereins Greene 1978 wurde auch zeitgleich freischaffenden Künstlern eine Ebene im Rahmen der »Greenania« - Kunstausstellung geschaffen, ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Alfred Malik nutzte diese Gelegenheit und stellte im jährlichen Rhythmus in dieser Veranstaltungsreihe zahlreiche seiner Bildwerke zur Schau. Zunächst in den Räumen der Spar- und Darlehnskasse Greene und der späteren Raiffeisen-bank. Ab 1983 wechselte die Ausstellung in die Räume des Amtshauses, wo auch das Bauamt der Gemeinde damals untergebracht war. Zum 10-jährigen Jubiläum der »Greenania« 1987 zierten allein 20 Öl- und Aquarellgemälde von ihm die Ausstellung.

 

1988 gab es eine Pause infolge des Ausbaues des Greener Heimatmuseums, was dann im Herbst 1989 der Öffentlichkeit zur Verfügung stand. Von diesem Zeitpunkt an wurden auch die »Greenania« - Veranstaltungen in das Museumsgebäude verlegt. Malik, der schon 1980 Mitglied im Greener Heimatverein geworden war, bereicherte die jährlichen Kunstausstellungen mit immer wieder neuen Bildwerken. 25 Jahre lang bis 2004 beteiligte  er sich stets mit neuen Objekten seiner Malkunst am Ausstellungsgeschehen. Zum 100. Geburtstag hatte der Heimatverein seine Schaffenskraft gewürdigt und mehrere seiner vielfältigen Kunstwerke veröffentlicht.

 

In seiner Heimatgemeinde Kreiensen hat er nahezu alle bildprägenden Einrichtungen abgebildet. Zu erwähnen im Bürgerhaus der überdimensionale Wasserturm, der für Kreiensen Ortsbildprägend war. Darüber hinaus die verschiedenen Objekte des Bahnhofs, der Post und andere Fabrikgebäude. In seiner Heimatgemeinde entstanden viele Auftragsarbeiten für Vereine und Privatpersonen. Aber auch herausragenden Objekten in den Nachbar-Gemeinden galt seine besondere Aufmerksamkeit. Die Vielseitigkeit seines Könnens dokumentieren hierneben weitere Werke.

 

Der Heimatverein Greene sagt mit diesem Nachruf Danke für die jahrelange Begleitung als aktiver Heimatkünstler.