Termine 2019

 

Anlass Datum
Museum und Kaffee geöffnet 02. Juni 14:00-17:00 Uhr
Sommer Serenaden 04. Juni 19 Uhr Greener Burg
Mehrgenerationen/Familienwandergruppe 23. Juni
Mehrgenerationen/Familienwandergruppe 18. August
Mehrgenerationen/Familienwandergruppe 20. Oktober

Museum und Café geöffnet am Sonntag, 2. Juni

Das Heimatmuseum Greene ist am Sonntag, 2. Juni für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr werden Führungen im Museum angeboten. Der Eintritt in das Museum ist frei. Während dieser Zeit ist das Museums-Café geöffnet und bietet eine reichhaltige Auswahl von Kuchen an.

 

Ergänzende Text- und Bilddokumente zeigen neue Einblicke in Greenes Geschichte und Umgebung.

Jederzeit sind Sonderführungen nach entsprechender Einzelabstimmung möglich.

Auch besteht weiterhin Erwerbsmöglichkeit der Farbbroschüre über Leben und Werke der Greener Kunstmalerin Clara Stromberg mit dem Buchtitel „Urkunden der Wirklichkeit“.

Akteure beim „1. Greener Flohmarkt“ am 19. Mai im Flecken Greene

Bericht über die Mitgliederversammlung 2019

Mit einem musikalischen Beitrag von jungen Kräften des Akkordeon-Orchesters des Heimatvereins wurde die diesjährige Mitgliederversammlung im Heimatmuseum im Rahmen einer privaten Veranstaltung eingeleitet und im weiteren Sitzungsverlauf fortgesetzt. Der Applaus bestätigte die ausgezeichneten Darbietungen und Vorsitzender Jürgen Sander zeigte sich hoch erfreut über das ‚Wiederauferstehen‘ des Orchesters. Weitere öffentliche Auftritte sind geplant.

Jürgen Sander
Jürgen Sander

Hervorgehoben wurde eingangs die erfreuliche Verstärkung des Mitgliederbestandes, wenngleich damit letztlich nur ein Gleichstand erreicht werden konnte. Neben einigen altersbedingten Austritten wurde auch für fünf verstorbene Mitglieder eine Totenehrung abgehalten.

 

Das abgelaufene Jahr stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens des Heimatvereins, der 1978 mit 61 Mitgliedern angefangen hatte. Als Jubiläumsveranstaltung wurde zusammen mit anderen Ortsvereinen ein „Jubiläums-Parkfest“ begangen, an dem rund 250 Besucher teilnahmen.

 

Daneben gilt es die Busfahrt nach Worpswede zu erwähnen – begünstigt durch die gute Wetterlage und die hervorragende Führung im Ort durch Prof. Dr. Jürgen Teumer. Aber auch der Festakt auf der Greener Burg aus Anlass des 60. Ganders-heimer Domfestspiel-Jubiläums, der an die Entstehungsgeschichte der Domfestspiele erinnerte, die ihren Ursprung in den Jahren 1951/1952 auf der Greener Burg hatten.

 

Der Neubeginn der Wanderaktivitäten hat sich gut angelassen. Zum Themenbereich „Burgen im nahen Umfeld“ war jeweils eine große Schar Interessierter angetreten. Für das laufende Jahr sind vier Themen benannt und erläutert worden. Dazu später dann nochmals entsprechende Presseverlautbarungen.

 

Vorsitzender Jürgen Sander erinnerte darüber hinaus auch an die Verleihung der Ehrenmitgliedschaften an zwei verdiente Mitglieder. Durch ihre langjährigen und umfangreichen Einsätze auf vielen Tätigkeitsfeldern des Heimatvereins wurden die Verdienste der Eheleute Renate und Hermann Regenhardt mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt. Inzwischen hat auch die Arbeitsgemeinschaft für Südniedersächsische Heimatforschung, Northeim, wo Hermann Regenhardt jahrelanger Sprecher der Plattdeutsch-Gruppe war, die Verdienste in Ihrer Mitglieder-Zeitschrift herausgestellt.

Besonders hervorgehoben wurde die Buchveröffentlichung über das Leben und die Werke der Greener Kunstmalerin Clara Stromberg. Mit dieser Dokumentation vertieft der Heimatverein die Darstellung der Schaffenskraft dieser Künstlerin und sagt ein Dankeschön für den umfangreichen Nachlass – zu besichtigen im Greener Heimatmuseum. Bücher stehen für den Erwerb weiterhin zur Verfügung.

Thomas Krüger
Thomas Krüger

Auch der Jahreskalender 2019 fand großes Interesse in der Bevölkerung. Für das nächste Jahr wird eine Neuauflage vorbereitet.

 

Ein weiterer einstmals in Greene ansässiger Kunsthandwerker soll in besonderer Weise gewürdigt werden. So sind im rückwärtigen Eingangsbereich Flächen für Arbeiten von Ernst Kotucha reserviert. Dort sollen Werke dieses vielseitigen Kunsthandwerkers dargestellt werden. Eine offizielle Einweihung steht noch bevor, auf die rechtzeitig hingewiesen wird. Einen erfreulichen Zuspruch erfahren auch die standesamtlichen Trauungen im Heimatmuseum. Der Vorsitzende konnte dazu berichten, das 2018 sechs Trauungen stattfanden und bis jetzt bereits schon wieder drei angemeldet sind.

 

Der Lichtbildervortrag anlässlich des Neujahrsgesprächs im Heimatmuseum über die große Zahl von Fachwerkhäusern im Flecken Greene fand allseits großen Anklang. Ferner wurde noch auf neue Bildwerke in den Museumsräumen und auf dem Burgareal aufmerksam gemacht sowie auf den neuen Fahnenschmuck am Amtshaus.

 

Besonders zu erwähnen die Neuaufmachung der Online-Vertretung des Heimatvereins im Internet. Frank-Joachim Lormis zeichnet jetzt dafür verantwortlich. Zum besseren Verständnis wurde das System der Öffentlichkeits-Publikation anhand der neuen Startseite des Homepage-Auftritts des Heimatvereins verdeutlicht. Neue Terminierungen und aktuelle Themen sowie viele historische Begebenheiten unseres Ortes, der immerhin über 1000 Jahre nachweisbar ist, können hier eingesehen werden und es wird umfangreiches Bildmaterial bereitgestellt. Einige Seiten befinden sich im Aufbau. Aber es lohnt sich, schon mal oder besser auch häufiger Einblick zu nehmen.


Eberhard Völkel
Eberhard Völkel

Weitere Museumsaktivitäten wurden verdeutlicht durch die jährlichen Öffentlichkeits-veranstaltungen, das Museums-Kaffee und die Vielseitigkeit in den Ausstellungsräumlichkeiten. Aufgeben musste der Heimatverein dagegen die langjährigen Treffen in der Plattdeutsch-Runde. „Hierfür sind uns weitgehend die Akteure abhandengekommen“, so der Vorsitzende. Leider kommt gegenwärtig keine Plattdeutsch-Gruppe mehr zustande. „Für Interessenten haben wir jedoch stets ein offenes Ohr“.

 

Abschließend wurde noch die gute Zusammenarbeit mit den Vertretern des Greener Ortsrates herausgestellt. Claus-Reiner Schütte als stellvertretender Ortsbürgermeister dankte dem Heimatverein für sein vielseitiges Engagement.

 

Der Vorsitzende konnte in dem Zusammenhang noch die Neuauflage eines Wanderweg-Faltblattes mit Darstellung der Wanderwege im Greener Wald ankündigen, das in finanzieller Zusammenarbeit mit dem Förderverein Greener Burg entsteht und für die Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

 

Für 25-jährige Mitgliedschaft im Heimatverein Greene wurden geehrt (v.r.):

Hermi Rose, Günter Meyer - für den seine Frau Gerda die Urkunde entgegen nahm und Marga Raschke.

 

Verhindert waren Renate Lucht und Maria Uhde, Kreiensen.

 

v.l. Beisitzer Thomas Krüger, Schriftführein Christel Wiegmann, Stellvertretender Vorsitzender Eberhard Völkel ,  Vorsitzender Jürgen Sander, am Pult für den Ortsrat Klaus-Reiner Schütte
v.l. Beisitzer Thomas Krüger, Schriftführein Christel Wiegmann, Stellvertretender Vorsitzender Eberhard Völkel , Vorsitzender Jürgen Sander, am Pult für den Ortsrat Klaus-Reiner Schütte



Handarbeitsausstellung 02.-03. März

Zum 30. Mal findet im Greener Heimatmuseum am Sonnabend, 2. und Sonntag, 3. März eine Handarbeitsausstellung statt. An beiden Tagen ist die Veranstaltung für die Öffentlichkeit von 14 bis 17 Uhr. geöffnet. Gleichzeitig ist auch das Museums-Cafe zugänglich und in den Ausstellungsräumen des Heimatmuseums, steht Führungspersonal zur Verfügung. Der Eintritt ist wie immer frei. Auch Standgelder werden nicht erhoben. Wiederum zeigen eine große Zahl von Expertinnen ihre neuesten Arbeiten und bieten auch einige davon zum Kauf an. Zu den Ausstellungswerken zählen Häkelarbeiten, Kreuzstichstrickereien, Strumpfmotive, Patchwork und Modelle in Hardanger-Stichtechnik. Aber auch, Näh- und Strickarbeiten sowie Schmuckverarbeitungen bereichern die Ausstellung. Eine bildliche Dokumentation veranschaulicht die Vielfältigkeit der vergangenen 30 Jahre.





Neujahrsgespräch 06. Jan 2019

Greener Fachwerkhäuser standen im Fokus des Neujahrsgesprächs

Das Neujahrsgespräch des Heimatvereins Greene im Heimatmuseum mit einer Bildpräsentation über Greener Fachwerkhäuser fand großen Zuspruch bei den Mitgliedern und interessierten Bürgern nachbarschaftlicher Ortschaften. Vorsitzender Jürgen Sander stellte die besonderen Aktivitäten der Vereinsarbeit heraus und dankte für den vielseitigen ehrenamtlichen Einsatz. Mit einem obligatorischen Glas Sekt wurde auf das Neue Jahr angestoßen.

Die Darbietungen standen unter dem Oberbegriff der Ortsheimatpflege, die auch in den Zuständigkeitsbereich des Heimatvereins fällt. Eingangs hervorgehoben wurden die verschiedenen Fachwerklandschaften und die Herausstellung der Deutschen Fachwerkstraße, für die es sogar ein eigenständiges Verkehrszeichen gibt.

Der Vorsitzende stellte als Einstimmung zum Thema die herausragende Fachwerkarchitektur im so genannten FACHWERK5ECK heraus, in dem die Kernstadt Einbeck eine führende Rolle einnimmt. Passend dazu die unlängst erschienene Broschüre über die Schätze niedersächsischer Holzbaukunst der im Verbund zusammengeschlossenen fünf Städte Duderstadt, Einbeck, Hann.-Münden, Northeim und Osterode. Von der Tourist-Information Einbecker Marketing standen mehrere Ausfertigungen dieses zahlreich bebilderten Werkes zur Verfügung und die Besucher haben sich hiervon einen Einblick verschaffen können.

Die zahlreich im Flecken Greene vorhandenen Fachwerkbauten mit noch sichtbarem Fachwerk konzentrieren sich aber nur auf einige Straßenzüge. Schwerpunkte bilden der alte Ortskern um die Kirche mit der anschließenden Greener Marktstraße sowie Hohler Weg und Steinweg. Zwei Besonderheiten gibt es noch auf der Greener Neuen Reihe und im Umfeld der Greener Burg. Nur ein geringer Teil davon unterliegt dem Denkmalschutz. Immerhin verfügt Greene derzeit noch über 32 Baudenkmale, davon neun Wohngebäude in Fachwerkausführung und sieben weitere bauliche Anlagen, die unverändert der Wohnnutzung dienen. Der Rest entfällt auf den einstigen Domänenkomplex, Burg, Viadukt und die zahlreichen weiteren Denkmäler im Greener Umfeld.
 Der Redner stellte überdies an zahlreichen Beispielen Bauwerke mit größtenteils verkleideten Außenfronten dar, die jedoch einstmals in einer reinen Fachwerkausbildung entstanden waren. Hierbei ging er auch auf die Bedeutung zur Erhaltung dieses sichtbaren Fachwerkes unter Berücksichtigung der heutigen Rechtsgrundlage ein.

Jürgen Sander
Jürgen Sander

Die in den Jahren  1842 bis 1874 entstandenen ersten Wohngebäude in der Greener Neuen Reihe sind heute noch nahezu in kompletter Fachwerkausführung erhalten. Das trifft im gleichen Umfang auch auf die Wohnhäuser des Straßenzuges Greener Burg zu. Hier existiert gewissermaßen ein Fachwerk-Ensemble, also eine geschlossene Häuserfront der einstigen Fachwerkausbildung. Auch diese Häuser sind um die vorgenannte Zeit entstanden und in einem äußert gepflegten Bauzustand.

Auf eine Besonderheit an einigen Fachwerkhäusern machte der Vortragende aufmerksam: Balkeninschriften an Toren, Türen, Wohngebäuden und Scheunen baulicher Anlagen im Flecken Greene und Bruchhof. Solche Inschriften-Texte gehen bis in das 15. Jahrhundert zurück. In manchen Gegenden ist das noch sehr ausgeprägt und  die Broschüre über die Fachwerkarchitektur im so genannten Fachwerk5Eck dokumentiert das in vielfältiger Weise. Überdies kann man weitere Informationen erhalten über das Deutsche Inschriften Online-Portal.

Hervorzuheben zwei Inschriften an den bedeutendsten Gebäuden im Flecken Greene: Das 1693 entstandene Pfarrhaus. Über die in lateinischer Schrift verfassten Texte an der Häuserfront und der Eingangstür existieren Übersetzungen in das Hochdeutsche; wiedergegeben in der ersten Greener Chronik von Pastor Hans Ehlers im Jahr 1935. Aber auch an der Greener Kirche sind noch verschiedene Sandsteinplatten mit Texten und Bildmotiven enthalten.

 

Abschließend wurde noch auf das unlängst erschienene Standardwerk des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege über die Baudenkmale im Landkreis Northeim, nördlicher Teil hingewiesen. Dort ist auch Greene mit zahlreichen Fotos und geschichtsträchtigen Eintragungen vertreten. Ein Exemplar steht für Interessierte im Heimatmuseum zur Einsichtnahme zur Verfügung.

 

Das Grundlagenwerk vermittelt den reichen Bestand an Kulturdenkmälern Südniedersachsens in dem Gebiet zwischen Solling und Heber. Der Band beinhaltet die Denkmale der Städte Bad Gandersheim, Dassel und die Ortsteile der Stadt Einbeck sowie die der Gemeinde Kalefeld. Für den Bereich der Kernstadt Einbeck gibt es wegen der Vielzahl der Objekte einen eigenen Band, der ebenso umfangreich ist. Auch dieses  Buch gehört zum Archiv-Bestand des Heimatvereins und kann auch im Heimatmuseum Greene eingesehen werden.

Im Museums-Café gab es anschließend selbst gebackenen Kuchen und etliche Interessierte nutzten die angebotenen Führungen in den Ausstellungsräumen des Heimatmuseums.