Termine/Aktivitäten 2020

     Datum

Mehrgenerationen / Familienwandergruppe

Wanderung "Wichtelpfad" Solling

11. Oktober

Mehrgenerationen / Familienwandern                         Am 13. Sep ging es nach Schildhorst

Die Glasmanufaktur vor rund 90 Jahren dokumentiert auf einer Glas Krug-Produktion als Erinnerungsstück.
Die Glasmanufaktur vor rund 90 Jahren dokumentiert auf einer Glas Krug-Produktion als Erinnerungsstück.

Die Wandertour des Heimatvereins Greene führte am vergangenen Sonntag über das Rittergut und Wohnplatz Hilprechtshausen nach Schildhorst in den benachbarten Kreis Hildesheim.

 

Schildhorst ist heute ein Ortsteil von Freden. Vor nahezu 100 Jahren endete hier eine 180-jährige Glasmachertradition. Der ortsansässige Heimatpfleger erläuterte den Teilnehmern auch an historischen Bilddokumenten die Gebäudeeinrichtungen und das Glasmacher-Handwerk in dieser kleinen Ortschaft.

 

Bei bester Wetterlage konnten die zahlreichen Teilnehmer der Mehrgenerationen-Wandergruppe auch unter Corona-Bedingungen die Wanderstrecke durch die Waldpartie bewältigen. Nur zum Gruppenfoto im Ortsteil Schildhorst musste kurzfristig etwas enger zusammengerückt werden.

 

 

 

Text und Fotos: jhs

 

Von den vier im laufenden Jahr angedachten Familien-Wanderungen des Heimatvereins Greene soll nunmehr ein erster Versuch unternommen werden, nachdem die bisherigen Termine wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Die im April eingeplante Wanderung wird nunmehr am Sonntag, 13. September in die Tat umgesetzt. Treffen der Teilnehmer 12:00 Uhr am Museum im Flecken Greene.

 

Es werden Fahrgemeinschaften gebildet und vom Gut Hilprechtshausen führt dann die Wanderung durch die Waldpartie bis nach Schildhorst und auf der gleichen Wegstrecke wieder zurück. In Schildhorst existierte von 1744 bis 1925 eine Glashütte, zu der ein Gebäudekomplex von acht Fachwerkhäusern zählte. Um 1919 wurden noch 130 Arbeiter beschäftigt. Im Ort werden weitere Informationen im Rahmen der Ortsheimatpflege über diese einstige Einrichtung vermittelt. Bei der Wanderung und der Führung in Schildhorst lassen sich die Corona bedingten Abstände innerhalb des Teilnehmerkreises problemlos einhalten.

 

Der Abschluss der Wanderung ist eingeplant im Bereich eines überdachten Scheunentraktes des Vorsitzenden Thomas Krüger im Flecken Greene. Hier soll in gewohnter Weise gegrillt werden. Die Teilnehmer bringen Grillgut und eventuell auch Salate mit; Grill, Kohle und Getränke stellt der Heimatverein zur Verfügung.

 

Auf dem großflächigen Areal lassen sich auch die notwendigen Abstände zwischen den Beteiligten einhalten. Ergänzend noch der Hinweis, dass auch Nichtmitglieder im Heimatverein gern an der Wanderung und dem abschließenden Essen teilnehmen können.

 

Neue Möbel für das Heimatmuseum sind angekommen

Ein Speditionsunternehmen aus dem Raum Offenburg, Baden-Württemberg, hat am Montag, 10. August die kompletten Einrichtungsgegenstände für das Heimatmuseum in den Vortrags- und Veranstaltungsräumen sowie im Museums-Kaffee angeliefert. Ein Super-LKW von 18 Meter Länge balancierte durch das schmale Eingangstor um zum Hintereingang des Museumsgebäudes zu gelangen. Von hier aus erfolgte die Einlagerung der 74 Stühle/Sessel, 19 Tische sowie je ein Tisch- und Stuhltransportwagen in die frei gemachten Erdgeschossräumlichkeiten des Heimatmuseums. Verschiedene Bildwerke dokumentieren die kunstvollen Balanceakte des LKW-Teams. Ein Foto zeigt die zusammengeklappten Groß-Tische auf einem Transportwagengestell. Der Vorstand wird  nun die Möblierung in den einzelnen Räumen umsetzen. Die Öffentlichkeit wird – sobald es die Belange um die Corona-Pandemie zulassen – zur Einweihung einladen , um auch den  besonderen Dank an die vielen Spender für diese Aktion zum Ausdruck zu bringen. Schon jetzt geht ein großes Dankeschön an die ehemalige Wandergruppe des Heimatvereins unter der Leitung von Marga Raschke, die im Zusammenhang mit der Auflösung der Gruppe ihre Ersparnisse dem Verein für “einen guten Zweck” gespendet hat.
Fotos: Jürgen Sander.

Die Sanierungsarbeiten an der Stampflehm-Mauer im Greener Amtspark haben Anfang Juli begonnen

Gerichteter  Mauerteil mit Stahlstützen.  Im unteren Teil der neu gestaltete Wandfußpunkt und die Neuausrichtung des Natursteinsockels
Gerichteter Mauerteil mit Stahlstützen. Im unteren Teil der neu gestaltete Wandfußpunkt und die Neuausrichtung des Natursteinsockels

Die Sanierungsarbeiten an der Stampflehm-Mauer im Greener Amtspark haben Anfang Juli begonnen. Mitarbeiter einer Fachfirma aus Thüringen werkeln mit großer Geschäftigkeit an dem historischen Mauerwerk, das seit 2014 als Baudenkmal ausgewiesen ist. Die Stadt Einbeck, zu der Greene seit 2013 kommunalpolitisch gehört, hat bereits 2016 Notsicherungsmaßnahmen eingeleitet, da Teile der Lehmmauer in Schieflage geraten sind. Für die vollständige Sanierung stehen zusätzliche Fördermittel der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen zur Verfügung.

 

Bis Mitte der 1960-iger Jahre waren der Amtspark und weitere Teile des Domänenareals mit einer solchen Lehmmauer umgeben. Nach Aufgabe der Domäne 1964 sind nach und nach Teile angebrochen worden. Rund 130 Meter sind noch als Rest vorhanden. Die Stampflehm-Mauer ist als Einzeldenkmal nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz ausgewiesen und gehört zur Gruppe baulicher Anlagen der übrigen Domänengebäude. Besonders das Mauerwerk ist „von städtebaulicher und wissenschaftlicher Bedeutung mit Seltenheitswert“.

 

Kompletter Rückbau eines beschädigten Mauerteils und Aufbau des Wandfußpunktes mit abschließenden Lehmformsteinen
Kompletter Rückbau eines beschädigten Mauerteils und Aufbau des Wandfußpunktes mit abschließenden Lehmformsteinen

Inzwischen wird an der gesamten Länge der Mauer in unterschiedlicher Intensität gearbeitet. Ein besonders massiver Eingriff musste am Beginn der Mauer zwischen zwei Natursteinpfeilern vorgenommen und eine Grundsicherung mit Lehmformsteinen eingebracht werden. Über einige Abschnittsbereiche ist die Lehmmauer durch Natursteinpfeiler abgestützt, wie in einem Bildwerk festgehalten. Diese Abstützungen müssen allesamt neu verputzt werden.

 

 

 

Ausgebesserter Natursteinpfeiler am Endpunkt des Mauerwerks
Ausgebesserter Natursteinpfeiler am Endpunkt des Mauerwerks

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist für einige Mauerbereiche die lotrechte Ausrichtung, die besonders arbeitsträchtig ist. Während der Lehmmauerteil durch Stahlstützen in die Senkrechte ‚balanciert‘ wird, muss der darunter befindliche Natursteinsockel abgebrochen und neu aufgebaut werden. Dazwischen muss der Wandfußpunkt durch Lehmformsteine und einer Sperrschicht angeglichen werden. Später wird die gesamte Mauerfront beidseitig neu angeputzt, sodass die Unterbauteile nicht mehr erkennbar sind.

 

Zur Gewährleistung der Standsicherheit müssen weitere neue Stützpfeiler integriert werden, deren Einbau abschnittsweise vorgenommen wird. Diese Arbeiten werden erst angegangen, wenn die notwendigen Mauerausbesserungen umgesetzt sind. Die Arbeiten erstrecken sich noch bis in den Spätherbst.

 

Im Rahmen der Ortsheimatpflege konnte der bisherige Baufortschritt bildlich dokumentiert werden und die fachlichen Informationen wurden vom Bau Team bereitwillig erteilt.

 

Die anhaltende Corona-Pandemie lässt es gegenwärtig nicht zu, den Kaffee-Betrieb und öffentliche Führungen im Greener Heimatmuseum zu gewährleisten. Die planmäßige Öffnung am 2. August muss daher ausfallen.

 

Einzelabstimmungen/ Führungen im Museumsbereich nach telefonischer Beratung unter 05563-5706 oder 5858.

Entstehung der spätmittelalterlichen Burg Greene

Abwägung der zahlreichen Erwähnungen und Einordnung des Entstehungsjahres

Holzstich von Greene um 1600. Archiv Heimatverin Greene
Holzstich von Greene um 1600. Archiv Heimatverin Greene

Ausführlicher Artikel von Jürgen Sander Mai 2020 steht zum Download bereit.

 

Download
Entstehung der spätmittelalterlichen Burg Greene
Ein Beitrag der Ortsheimatpflege Greene von Jürgen Sander Mai 2020
Entstehungsjahr Burg Greene.pdf
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Liebe Mitglieder und weitere Förderer des Heimatvereins Greene!

 

Mit diesem Schreiben möchten ich Sie über ein Vorhaben informieren, das im Zusammenhang der Mitgliederversammlung im März 2020 entstand: es geht um das Projekt Neumöblierung der unteren Räumlichkeiten im Heimatmuseum Greene

 

Ausgangslage :

Die vorhandenen Stahlrohrtische und — stühle im Erdgeschoss ( mit Ausnahme des Kaminzimmers) sind bereits bei der Eröffnung des Museums vor über 40 Jahren gebraucht beschafft worden. Da diese weder stapel — noch klappbar sind, müssen sie bei jeder Ausstellung, Vorträgen o. Ä. aufwändig in das Obergeschoss oder in das Lager des Festausschusses verbracht werden.

 

Projektbeschreibung :

Um die Arbeitsmöglichkeiten des Heimatvereins ( z.B. öffentliches Museumscafe, Ausstellungen mit überregionaler Beteiligung, Unterstützung beim Dorfflohmarkt, Jahrmärkten etc.) auch weiterhin zu gewährleisten ist die Anschaffung von

15 Tischen klappbar a Euro 360 / Stück = 5.400 Euro

und 60 Stühlen stapelbar a Euro 75 / Stück = 4.500 Euro

sowie Zubehör (Transportwagen usw. ) im Gesamtumfang von ca. 11.500 Euro geplant.

 

Realisierungsschritte :

An der Verwirklichung des o.a. Projektes wird seit 3 Jahren gearbeitet. Aus Eigenmitteln (Kalenderverkauf, Erlöse Museumscafe , Kuchenspenden Parkfest und Dorfflohmarkt) kann der Heimatverein inzwischen 4.700 Euro beisteuern . An Spenden ( Banken , Versicherungen etc. ) sind 1.950 Euro vereinnahmt worden. Die Kultur — und Denkmalsstiftung des Landkreises Northeinn hat eine Förderung in Höhe von Euro 1.200 zugesagt.

Der Landschaftsverband Südniedersachsen hat unseren Zuschussantrag trotz passgenauer Ausschreibung leider negativ beschieden . Einzelpersonen haben bisher 650 Euro gespendet. Ein Antrag an den Ortsrat des Flecken Greene konnte dort noch nicht behandelt werden.

 

Vorhaben:

Auf der Mitgliederversammlung am 15.3.2020 entstand die Idee, durch Patenschaften (mit Aushang einer Patenliste im Museum ) weitere Mittel für dieses Projekt zu gewinnen. In dieser Versammlung sind spontan Patenschaften für einen Tisch und fünf Stühle übernommen worden. Jetzt geben wir die Bitte um Übernahme weiterer Patenschaften einem größeren Kreis weiter.

 

Wenn Sie die Möglichkeit sehen , sich daran zu beteiligen, wäre das großartig

(Konto : Volksbank IBAN DE42 2789 3760 0007 4322 00 ) .

Selbstverständlich erhalten Spender/innen eine Spendenbescheinigung.

 

Sollten Sie weitere Ideen zur Verwirklichung unseres Projektes haben oder zusätzliche Informationen benötigen, stehe ich dafür gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Krüger

Der Heimatverein Greene erinnert an Kriegsende vor 75 Jahren

Der Heimatverein Greene erinnert mit einer besonderen Dokumentation im Heimatmuseum an das für den hiesigen Bereich bereits am 8. April 1945 eingetretenen Kriegsendes vor 75 Jahren. Die Gedenkfeier über „70 Jahre Kriegsende“ in der St. Martins-Kirche zu Greene ist noch in guter Erinnerung. Im Hinblick auf die Virus-Pandemie kann der Museumsbeitrag erst nach allgemeiner Zugänglichkeit öffentlicher Einrichtungen in Augenschein genommen werden.

In einer vom Heimatverein 2016 herausgegebenen Broschüre über die Veranstaltung „70 Jahre Kriegsende “ ist der beeindruckende Verlauf der Feierlichkeit in 2015 in der Greener Kirche festgehalten und alle Beiträge von Zeitzeugen und Berichterstattern dokumentiert. Die Broschüre steht noch im Museum für einen kleinen Spendenbetrag zur Verfügung.

 

In der jetzigen übersichtlichen Darstellung im Greener Heimatmuseum wird auch wieder das besondere Verhalten des „Retters von Greene“, Hauptmann Friedrich Hauschild herausgestellt, dem die verantwortlichen Gemeindepolitiker damals eine besondere Grabstelle auf dem Greener Friedhof gewidmet haben. Sie wird auch heute noch von Greener Bürgern gepflegt und mit Blumenschmuck versehen. Eine angedachte Feierstunde des Ortsrates Flecken Greene zum 75. Jahrestag musste aufgrund der allgemeinen Gesundheitssituation verschoben werden.

 

Die schriftliche und bildliche Dokumentation im Heimatmuseum enthält die damaligen Militäreinrichtungen rings um Greene; darunter die Standorte der Fliegerabwehr-kanonen in Form von Vierlings Geschützen und auch über ein 8,8-Geschütz. Ferner Flakscheinwerfer und sechs Standorte mit Fesselballons zur Ablenkung feindlicher Flieger zum Schutz der Eisenbahnstrecke Kreiensen-Holzminden und die besonderen baulichen Bahnanlagen um Greene.

 

Ferner sehr aufschlussreich die Zeitzeugenaussagen der Geschehnisse um den 8. April 1945. Auch ist festgehalten der Eintrag im Begräbnisbuch der Kirchengemeinde vom damaligen Pastor Kirchenrat Hans Ehlers: „Der neunte April in der Stille, ohne Geläut- Todestag: 8. April Hauschild, Hauptmann“. Unter Bemerkungen ist eingetragen: „ Der Hauptmann Hauschild hatte die in Greene befindlichen Flakgeschütze und die Munition sprengen lassen, wurde daraufhin am 8. IV. von einem SS-Leutnant erschossen. Ich habe nachträglich am 13. April die Leiche eingesegnet. P. Ehlers.“

 

Die Dokumentation im Museum wurde erstellt vom früheren stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins, Eberhard Völkel, dem ein besonderer Dank gilt.

 


Mitgliederversammlung Do. 12. März, 19 Uhr im Greener Heimatmuseum

v-l.: Udo Strohmeier (Ehrung 25. Jahre Mitgliedschaft), Dieter Sackmann (Kassenprüfer), Thomas Krüger (neuer 1. Vors.), Christel Wiegmann (Schriftführein), Jürgen Sander (scheidender 1. Vors. und neuer 2. Vors.), Eberhard Völkel (scheidender 2 Vors.), Gottfried Ostermeier (Beisitzer), Herbert Hundermark (scheidender Beisitzer), Frank-Joachim Lormis (Beisitzer), Hannelore Weiß (Kassenprüferin), Lieselotte Hannke (Kassenprüferin), Renate Kiene (Kassiererin) 

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Heimatvereins Greene ist für Donnerstag, 12. März, 19 Uhr in das Greener Heimatmuseum einberufen worden. Mit dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder und Ehrungen beginnt die Versammlung. Fortgesetzt wird sie mit dem umfangreichen Bericht aus der Vereinsarbeit einschließlich der Kassengeschäfte und Prüfungsberichte.

 

Einen breiten Raum nehmen die dieses Jahr anstehenden Wahlen ein. Es müssen Mitglieder für sieben Positionen des Vereinsvorstandes gewählt werden. Für einige ergeben sich neue Zuständigkeitsbereiche. Gleichzeitig gilt es, neue Kassenprüfer zu bestellen.

 

Die Mitglieder des Akkordeon Orchesters bereichern die Versammlung mit verschiedenen Musikstücken aus ihrem Repertoire.

Heimatverein Handarbeitsausstellung & Cafe Heimatmuseum 07. & 08. März 2020

Der Heimatverein Greene vermeldet eine gut besuchte Handarbeitsausstellung im Greener Heimatmuseum, die in diesem Frühjahr zum 31. Mal  in Folge veranstaltet wurde. Daneben erfuhren großen Zuspruch das angeschlossene Museums-Kaffee sowie die Exponaten - Ausstellungen im Heimatmuseum. Der Vorsitzende hatte eingangs den 17 Akteurinnen und der Helfergruppe des Vereins ein Dankschön für ihr Engagement zukommen lassen und versichert, dass der Heimatverein auch weiterhin die Plattform für diese vielgestaltige Ausstellungs-Veranstaltung gewährleisten will.

 

Die Auswahl der Objekte wie Häkelarbeiten, Stickereien, Patchwork und Modelle in Hardanger Sticktechnik dominierten. Aber auch Werkstücke  von Ketten mit fein verarbeiteten Anhängern in den verschiedensten handwerklichen Techniken bereicherten die Ausstellung. Derartige Kunsthandwerk-Bestätigungen zeigen eine steigende Tendenz, Ebenso wie unterschiedlich gestaltete Blumenschmuck-Elemente. Die Auswahl solcher Einzelwerke war groß. Das Ausstellungs-Management erfreute sich über die große Zahl auswärtiger Besucher.

Eindrücke von der gut besuchten Handarbeitsausstellung

Sonntag, 2. Feb. Heimatmuseum & Cafe geöffnet

Am Sonntag, 2. Februar 2020 ist das Heimatmuseum Greene in der Zeit von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist frei. Für fachliche Führungen steht Personal des Heimatvereins zur Verfügung.

 

Zur gleichen Zeit ist auch das Museums-Kaffee geöffnet und bietet eine reichhaltige Kuchenauswahl an.

 

Für den 7. und 8. März d.J. steht die Handarbeitsausstellung im Heimatmuseum an. Interessierte Aussteller können noch bis 20. Februar ihre Anmeldung an den Heimatverein Greene, zu Händen von Sigrid Helmchen, Flecken Greene richten. Telefonische Abstimmung unter 05563/65 37. Bevorzugte Ausstellungsobjekte in den letzten Jahren waren Häkelarbeiten, Kreuzstichstrickereien, Strumpfmotive, Patchwork-Arbeiten, Hardanger-Sticktechnik, Babybekleidungen, Postkarten, Taschen aller Art. Der Auswahl von Handarbeitsmaterialien und Motiven für diese Ausstellung sind keine Grenzen gesetzt.

 

Neujahrsgespräch 05. Jan.

Strukturwandel der Landwirtschaft im mittleren Leinetal

zwischen Volksen und Erzhausen von 1950 bis heute

 

Referent: HEINZ-WILLI ELTER, IPPENSEN

 

Das traditionelle Neujahrsgespräch des Heimatvereins Greene am vergangenen Sonntag im Greener Heimatmuseum fand großen Zuspruch bei den Mitgliedern und auch weiteren Interessierten aus der näheren Umgebung. Heinz-Willi Elter aus Ippensen referierte im Rahmen der Ortsheimatpflege zu dem Thema „Strukturwandel in der Landwirtschaft im mittleren Leinetal“. Betroffen ist der Bereich zwischen Volksen und Erzhausen und umfasst den Zeitraum nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute. Bei Kaffee und Kuchen wurde anschließend im Museums-Kaffee weiter diskutiert. Der Referent erhielt lobenden Beifall und wurde vom Vorsitzenden mit etwas Flüssigem und Essbaren aus der heimischen Landwirtschaft bedacht.

 

Nach dem Anstoßen mit einem Glas Sekt und den Hoffnungswünschen auf das Neue Jahr vertiefte Vorsitzender Jürgen Sander die vielgestaltigen Lebensabschnitte des Referenten und erleichterte somit den Einstieg in die Problematik. Elter ist nämlich von Haus aus gelernter Landwirt mit einem abgeschlossenen Studium als Agrar-Ingenieur. Im zweiten Lebensabschnitt wechselte er danach in ein neues Studienfach an der Universität Göttingen zur Erlangung der Befähigung für ein höheres Lehramt, was er mit dem Staatsexamen abschloss.

 

Hier reichte er seine Ergebnisse über die Veränderungen der Nutzungsstrukturen und die Steuerungsfaktoren des landwirtschaftlichen Strukturwandels als Examensarbeit ein, die Gegenstand des hiesigen Vortrags waren.

 

Elter machte deutlich, dass er in den Folgejahre die ständigen Entwicklungen und Anpassungen im landwirtschaftlichen Sektor des hiesigen Einzugsbereichs bis auf den heutigen Tag festgehalten habe. Das macht seine Aufzeichnungen heute besonders wertvoll. Der Vortrag wurde bereichert durch zahlreiche Fotos und Diagramme der verschiedenen Zeitabschnitte, was natürlich auch für die Examensarbeit von besonderem Stellenwert ist. Der hier untersuchte Bereich bot sich insoweit an, da die topografischen Verhältnisse identisch waren bzw. sind und somit über einen längeren Zeitraum hinweg sich gute Übersichtsverhältnisse ergaben, die der Referent im Einzelnen verdeutlichte.

 

Anzumerken ist abschließend, dass der mit so viel Fachwissen auf den unterschiedlichsten Ebenen behaftete Redner keinen beruflichen Einstieg in die von ihm gewählten Fachbereiche fand.

Heinz-Willi Elter ist im Kreisgebiet als der „Turnvater der Region“ bekannt und beliebt. Der Heimatvereinsvorsitzende nutzte die Gelegenheit, die vielgestaltigen Lebensabschnittsbereiche des Redners in ausführlicher Weise herauszustellen. So konnten die Teilnehmer auch noch erfahren, dass er schließlich seine berufliche Erfüllung in der Sportlerfortbildung und –Förderung beim Kreissportbund Northeim und darüber hinaus in der ländlichen Erwachsenenbildung gefunden hat. 25 Jahre wirkte er auf diesem Feld. Zusätzlich als Sportlehrer auf verschiedenen Ebenen. Im Turnsport hat er seine Zöglinge auf Höchstleistung gebracht, wobei er jahrzehntelang selbst aktiv dabei war. Heute ist er nach seinem aktiven Dienst ehrenamtlicher Vorsitzender im Fachverband des Turnkreises Northeim-Einbeck, dem 18000 Mitglieder in 116 Mitgliedsvereinigungen angehören. Weiterhin wirkt er ehrenamtlich im Kreissportbund für Bildung und Vereinsberatung mit. Und im örtlichen Bereich steht er noch als Vorsitzender der Forstgenossenschaft Ippensen zur Verfügung.

 

So überreichte Vorsitzender Jürgen Sander am Schluss Heinz-Willi Elter noch ein besonderes Schriftwerk aus dem Bestandteil der Forstbibliothek des Heimatvereins Greene. In der Schriftenreihe Waldinformationen der Niedersächsischen Landesforsten existiert eine spezielle Zusammenfassung des einstigen Staatlichen Forstamtes Stauffenburg in Bad Gandersheim über 50 Jahre naturgemäßer Waldwirtschaft. In einem besonderen Schriftwerk ist eine Standortkartierung der Forstgenossenschaft Ippensen beschrieben. Dieser 109-seitge Fachbeitrag aus dem Jahr 2001 ist Bestandteil der Forstbibliothek des Heimatvereins Greene. Diese Bibliothek kam nach der Auflösung des Forstamtes 2004 in den Besitz des Heimatvereins. Elter versprach, sich mit diesem Thema in naher Zukunft vertraut zu machen.