Albert Konrad Johann Mackensen

*11.11.1867 in Greene; †2.7.1936 in Düsseldorf

 

Der Zweitgeborene der insgesamt vier Mackensen-Gebrüder wurde Geschäftsmann und wirkte später in vielen Aufsichtsräten namhafter Industriefirmen mit. Ab 1918 wurde ihm der Ehrentitel Kommerzienrat verliehen. Nur an wenige Persönlichkeiten aus der Wirtschaft wurde dieser Ehrentitel vergeben; eine Ehrung, die (bis 1919) nur nach „erheblichen Stiftungen für das Gemeinwohl“ zuerkannt wurde. Eine dieser Stiftungen, eine mit 10 000 Mark dotierte „Mackensen-Stiftung“ kam der Kunsthochschule Weimar zugute, einer Hochschule, bei der der Bruder Fritz Mackensen über ein Jahrzehnt als Professor und Direktor tätig war - und auch ein Beleg für das familiäre, brüderliche Zusammenwirken.

 

Als begeisterter aktiver Jäger kam es zu vielen Bekanntschaften. Die Schwiegerfamilie Wilkens aus Bremen hatte nahe Bremen einen Pachtjagd-Bezirk. An diesem Ort trafen sich die Jagdfreunde, darunter u.a. Hermann Löns, natürlich auch die Brüder. Es ist anzunehmen, dass dabei auch die eine oder andere Erfindung von Otto Mackensen praktisch erprobt wurde, denn schließlich besaß er zahlreiche Patente auf diesem Gebiet; so die von Zielfernrohren zur Montage auf Jagdwaffen.

 

Ein sehr bewegter beruflicher und privater Lebensweg führte schließlich im 69. Lebensjahr zum tragischen Ende. Nach der Kenntnis einer unheilbaren Krankheit erschoss er sich 1936 mit dem Jagdgewehr.